Sarband: Sefarad

Geschichten und Geschichte aus Sefarad

Lieder aus dem Leben der sefardischen Juden rund um das Mittelmeer

Sarband: Sefarad

 

Fadia El-Hage (Libanon): Gesang
Ahmet Kadri Rizeli (Türkei): Kemençe
Celaleddin Biçer (Türkei): Ney & Kanun
Vladimir Ivanoff (Deutschland / Bulgarien):
Perkussion, Laute, musikalische Leitung

 

 

 

 

Das spanische Mittelalter schrieb ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des jüdischen Volkes. 
Nachdem sie schon im Nahen
Osten am goldenen Zeitalter der klassischen arabischen Kultur partizipiert hatten, 
spielten die Juden im mittelalterlichen
Spanien eine wichtige Rolle als Mittler zwischen arabischer und christlicher Kultur.

Am 2. August 1492 begann jedoch ihr Exodus: In wenigen Monaten wurden mehr als 200.000 von ihnen gezwungen, 

Spanien und die spanischen Herrschaftsbereiche unter unwürdigen Bedingungen zu verlassen. 

Sie fanden ihr Exil vor allem in den Gebieten des Osmanischen Reichs.

Ob in Konstantinopel, Saloniki, Ägypten, Syrien, in Palästina oder auf dem Balkan, 
die Sefardim ließen sich durch die lokal
vorherrschenden Traditionen anregen 
und entwickelten so ihre "mitgebrachte" Kultur in lebendiger Weise weiter.

Die charakteristischen traditionellen Lieder der Sefardim waren und sind noch heute 
die ‚romanzas' in jüdisch-spanischer
Sprache: ‚Judezmo'. 
Die Texte dieser Lieder erzählen vom Leben der spanischen Juden und von der spanischen Geschichte.

Diese lebende Tradition, in der die Exilanten in spätmittelalterlichem kastilischem Spanisch alte Epen tradierten, 

wurde durch den Kontakt mit den verschiedenen Sprachen und Musikkulturen der Länder, 
in denen die Sefardim lebten,
wesentlich beeinflusst.

Die wechsel- und leidvolle Exilgeschichte der Sefardim 
ist zugleich auch die Geschichte
einzigartiger fruchtbarer interkultureller Begegnungen.

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Rezensionen

«Sarband eröffnet dem Zuhörer mit seinen Programmen eine oft gänzlich neue musikalische Ebene, 
die bislang von den
Schleiern der Folklore bis zur Unkenntlichkeit verhüllt wurde. … 
ein farbenprächtiges Tongemälde, dessen intensive
Kolorierung sich aus der verschmolzenen Lyrik des Spanischen 
und des romanischen Ladino mischte. Die berückende
Intonation stand hier im Dienst des gesungenen Wortes, 
das von Liebe und Eifersucht, von Ruhm und Sehnsucht
berichtete..»  Jan-Gert Wolff, Main-Spitze, 11.08.2011

«Das Publikum war begeistert von der Musik … - die von Sarband ist besonders hörenswert» Brigitte Heeke,
Westfälische Nachrichten, 04.11.2009, 27.10.2009

«… Eine Symbiose, die einen ungewöhnlichen Meisterkonzertabend zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk 
mit äußerst
lehrreichem Hintergrund werden läßt» B. Hoeltzenbein, Neue Westfälische, 03.11.2006

«... ein magischer Abend ... Werke von außerordentlicher Faszination, reich an Farben und Wärme ...»

Renato della Torre, Messagero Veneto (I), 17.07.2004

«Musik, die Gefühle erforscht.» Geoff Chapman, Toronto Star (Kanada), 02.03.2000

« … ein besonders köstliches Programm, ebenso wegen der Finesse und der Vollendung der Musiker, … 

Aus einem solchen Konzert gibt es soviel mitzunehmen … 
Ihre Aufführung war durchgehend mitreißend, beeindruckte mit
subtilem Sinn. 
Fadia el-Hage hatte nicht nur eine wunderschöne und ausdrucksvolle Stimme, 
sondern beeindruckte auch
durch die meisterliche Vielfältigkeit und Artikulation der vielen, 
die Lieder verzierenden Ornamente»
Michael Mann, Montréal (Kanada), 22.02.2000

 

Audio

«Nani Nani»
CD Sepharad
1:43
«Ayyu-ha s-saqi»
CD Sephardic Songs
1:49
«Una tarde de verano»
CD Sephardic Songs
1:49

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